Kurz zur Einleitung: Dies soll ein Bericht oder Erfahrung sein wie ich mir meinen Jugendtraum erfülle.
Als ich 16 Jahre alt war und frisch den Führerschein erworben hatte gab es 2 Traumbikes für mich einmal eine Sachs XTC 125 und die YAMAHA TZR 125 RR Belgarda.
Leider reichte das knappe Lehrlingsgehalt nur für eine Simson S50.
Im damaligen Freundeskreis waren 2 Japanische TZR´s unterwegs.
Später hatte ich die Gelegenheit eine Italienische TZR eines Bekannten zu fahren, was mein Interesse für die TZR noch steigerte.
Viele Jahre, sehr viele Jahre gingen ins Land, im Hinterkopf immer nochmal eine TZR zu fahren.
Dann geschaut nach einer Italienerin und auch günstig gefunden mit Motorschaden.
Ok am 17.09.2015 hingefahren, angesehen, verhandelt und mitgenommen.
Dann erstmal in der Garage hingestellt und abgedeckt.
Am 29.11.2016 ergab sich mir die Chance eine von 500 TZR 125 SP zu kaufen.
Die Entscheidung fiel in Sekundenbruchteilen. Und das war auch gut so wie ich später vom Verkäufer erfuhr. Aber dazu später mehr wenn ich mich dieser Rarität zuwende.
Meine Frau war nicht begeistert über den vielen Familienzuwachs (Im Mai kam schon die Dicke/YZF750R dazu).
Im Januar war es dann soweit das ich Anfing die TZR genauer zuzuwenden.
Bestandsaufnahme: Motor Teilzerlegt, Auspuffanlage fehlt, Verkleidung schlecht repariert bzw. eingerissen aber vollständig. Dazu die unschöne Farbe die der TZR nicht passen will.
Das Foto entstand 03.02.2016 nachdem ich den Rumpfmotor schon ausgebaut hatte.
Da kam mir auch die Idee den Werdegang niederzuschreiben und mit Fotos zu versehen.
Es kommt zur weiteren Demontage der Verkleidungsteile, da die beschädigten Teile zur Reparatur sollen. (Leider sind die Verkleidungsteile bei YAMAHA nicht mehr erhältlich).
Am 10.02.2016 ging es weiter mit dem Ausbau der Schwinge, dabei musste ich feststellen das die Lager und die Hülse der Schwinge komplett verrostet waren.
Und nicht nur diese die untere Aufnahme der Umlenkung an der Schwinge war nicht besser vom Zustand. Dazu kam das der Vorbesitzer den Kettenschleifer nicht gewechselt hatte wo dieser verschlissen war, sondern weiter fuhr und die Kette sich in den Deckel der Schwinge geschliffen hat.
Fazit: Viele verdeckte Schäden die man beim Kauf nicht erkennen kann.
Das Schwingenlager das eigentlich nicht mehr vorhanden aber noch Spielfrei da Festgerostet war.
Das Beste war der Ausbau da die Lager Sprichwörtlich zerfallen sind.
Ca. 2,5 h Arbeitszeit.
Der Einbau der neuen Lager 10 min.
Die Hülse auf dem die Schwingenlager laufen.
Unten: Hülse von der Umlenkung des Federbeins.
Von den Lagern hat ich kein Foto gemacht, sahen aber nicht besser aus wie Oben.
Die Schwinge, den Heckrahmen und dei obere Klemmbrücke habe ich zum Sandstrahlen und beschichten abgegeben.
Am 22.03.2016 ging es mit dem Zusammenbau der Schwinge weiter.
Derweil tat sich mit der hinteren Felge ein Problem auf, der linke Lagersitz war eingelaufen so das die Felge ein Fall für den Schrott ist.
Glücklicherweise konnte ich kurzfristig Ersatz bekommen.
Am liebsten hätte ich die hintere Felge einer Yamaha SZR 660 genommen, da dies 4 statt 3,5 Zoll breit ist und ohne weitere Arbeiten passt.
Leider sind diese Felgen schwer zu bekommen.
Somit konnte am 31.03.2016 das Rad hinten eingebaut werden.
Hier ist auch das Frisch beschichtete Heck montiert.
05.04.2016
Das Fahrwerk ist dann soweit fertig.
Schwingenlagerung und Umlenkung überholt.
Neue Michelin Pilot Sport 2CT sind Montiert.
An der Gabel habe ich nichts gemacht da diese zu einen späteren Zeitpunkt noch ausgetauscht werden soll gegen eine SZR 660 Gabel.
Die Gabel ist schon vorhanden, muss aber noch überholt werden.
Es fehlen dazu passent noch die vordere Felge, Achse umd Kleinteile.
Ich konnte eine gebrauchte SZR 660 Gabel und eine TZR Schwinge mit Hinterrad bekommen. Dardurch konnte ich einige Teile der Schwinge übernehmen, Schwingenbolzen und Hülse, Kettenschleifer, Bremssattel und Bremsscheibe und die Felge natürlich.
Wenn die Gabel zum Einsatz kommt werde ich Nartürlich davon berichten.
Ein kurzes Update: Ich habe am 15.04. 2016. die Verkleidungsteile von der Reparatur wiederbekommen. Wenn alles klappt gehen sie nächste Woche zum Lackierer.
Am 24.05.2016 habe ich das Heck ein wenig weiter Komplettiert.
Ich konnte einen Satz Schwarze SZR Felgen finden diese habe ich am 17.07.2016 abgeholt unweit des Sachsenrings, wo ich mit Freunden bei der MotoGP war.
Den hinteren Reifen habe ich am 20.07.2016 auf die SZR Felge montiert und eingebaut.
Der 150ger Reifen sitzt auf der 4 Zoll Felge wesentlich besser als auf ser 3,5 Zoll Felge, zumal die Reifengrösse bei der SZR Serie ist.
Ich füge mal hier die Aufarbeitung bzw. Überholung des Motors ein.
Denn der nächste Schritt am Motorrad wäre der Einbau des Motors.
Was machen mit dem Motor?
Aufgrund des kapitalen Motorschadens und weil ich kein Risiko eingehen wollte blieb nur die komplette Demontage.
Ich hatte zwar noch einen Sachs XTC Motor aus einen nicht verwirklichten Projekt aber leider passt dieser nicht von den hinteren Motoraufhängungen.
Am 28.02.2016 habe ich beide Motoren bei mir auf dem Küchentisch gelegt (Ein ganz besonders grosser Dank geht an meine Frau für ihre Gedult bei dieser Aktion)
Ich habe mir die Übersetzung der beiden Motoren angesehen und Festgestellt das der XTC Motor anders Übersetzt ist wie der TZR Motor und zwar wie eine DT 125.
Ich habe mich dann entschlossen aus beiden Motoren ein je Teil des Getriebes zu nehmen und dardurch auf die Übertsetzung der TZR 125 SP zu kommen.
Also beide Motoren zerlegt.
Am 19.05.2016 waren dann beide Motoren zerlegt.
Am TZR Motorgehäuse war ein Lagersitz der Kurbelwellenlager eingelaufen, also das neue Lager fällt einfach durch.
Es zieht sich wie ein roter Faden mit Defekten und Schäden die erst bei der Demontage sichtbar werden.
Der vordere Motorhalter war auch beschädigt, dieser wurde ersetzt und neu Beschichtet.
Also ein gebrauchtes Motorgehäuse gekauft und leider nach der Komplettmontage festgestellt das dass Gewinde der Ablassschraube defekt ist. Aber demontage kam nicht nochmal in frage also Einkleben.
Am 21.05.2016habe ich die Gangpaare dann getauscht um auf die Übersetzung der TZR 125 SP zu kommen.
Nach einer etwas längeren Pause ging es am 03.08.2016 dann mit der Montage weiter.
Ich hatte für den XTC Motor einige Teile schwarz Beschichten lassen die nun an den TZR Motor zum Einsatz kommen.
Da ein Jolly Moto Krümmer zum Einsatz kommen soll habe ich gleich noch den Auslass und die Powervalve auf das Maß des Krümmers gebracht.
Den Zylinder hatte ich für schon für den XTC Motor schleifen lassen und mit einen Wössner Schmiedekolben bestückt.
Die Zylinder von der XTC und der TZR sind Identisch aber die Powervalve sicnd unterschiedlich.
Am 02.10.2016 war der Motor dann soweit zusammen gebaut bis auf den Zylinderkopf der sehr starke Einschläge von dem Zerteilten Kolbenring aufwies.
Ich hatte zwischendurch das Glück die Reste einer TZR 4FL zu kaufen wo
der gleiche Zylinderkopf verbaut war. Leider wies dieser auch Einschläge
auf aber bei weiten nicht so stark wie der original Kopf.
Nach dem Nachdrehen und Polieren.
Den Kopf habe ich dann noch Planen und Beschichten lassen.
Ich habe noch einen Spacer unter den Membranblock gesetzt, da dieser im Strom des Boostports stark reinragte.
Am 15.11.2016 war der Motor dann soweit Komplett das wieder in Eingebaut werden konnte.
Am 16.11.2016 erfolgte dann der Einbau ohne grössere Probleme.
Am 08.12.2016 habe ich dann den Vergaser überholt.
Am 13.12.2016 war es dann soweit. Nach dem der Vergaser eingebaut war, lief die TZR das erste mal.



















